A+A Kongress 2017-08-17T18:15:21+00:00

Der A+A Kongress

Das Kongressprogramm 2017 können Sie sich hier als pdf Dokument ansehen und herunterladen.

Die A+A ist die weltweit führende Messe mit Kongress für sicheres und gesundes Arbeiten, deren Anfänge bis in die 1950er Jahre reichen. Aus einem Kongress mit einer kleinen begleitenden Ausstellung hat sich die A+A zum Weltmarktplatz für Produkte und Dienstleistungen für den persönlichen Schutz, die betriebliche Sicherheit und die Gesundheit am Arbeitsplatz entwickelt.

Der A+A Kongress verbindet neueste Erkenntnisse aus der Forschung mit den Praxiserfahrungen der Akteure aus Betrieben und Verwaltungen und ist so eine regelmäßige Bestandsaufnahme der neuen und alten Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Der vergangene A+A Kongress zählte gut 5.000 Teilnehmer. Mehr als 400 hochrangige Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland haben ihre Arbeiten in rund 60 Veranstaltungsreihen vorgestellt.

Grußwort Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Bundesministerin Andrea Nahles

Grußwort für den 35. Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – A+A 2017

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet viele Chancen. Unternehmen können ihre Produktivität steigern, Beschäftigte können selbstbestimmter arbeiten und unter besseren Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig gibt es aber auch Risiken. Leistungsverdichtung und Zeitdruck, Reizüberflutung oder ständige Verfügbarkeit können zu neuen psychischen Belastungen führen.

Wie können wir also gewährleisten, dass der Arbeitsschutz auch im Zeitalter der Digitalisierung gewährleistet und beachtet wird? Welche neuen Konzepte braucht es dafür? Wie können wir umgekehrt moderne Technologien für den Arbeitsschutz nutzen, um Belastungen bei der Arbeit zu verringern? Ich begrüße es, dass wir mit Großbritannien als diesjährigem Partnerland des 35. Internationalen Kongresses für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin besprechen können, wie wir den Wandel gemeinsam erfolgreich gestalten und vor psychischen Belastungen schützen können.

Mit dem Weißbuch „Arbeiten 4.0″ habe ich für Deutschland erste Ergebnisse eines groß angelegten Dialogprozesses über die Zukunft der Arbeit vorgestellt. Eines wurde in dem zweijährigen Dialog sehr deutlich: Der Wandel der Arbeit erfordert neue Antworten und präventive Maßnahmen der Unternehmen, am besten zwischen den Sozialpartnern vereinbart. Aber auch die Politik ist gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) von Bund, Ländern und gesetzlicher Unfallversicherung schafft einen solchen Rahmen. Wir fangen also nicht bei Null an. Im Rahmen des „Arbeitsprogramms Psyche“ arbeitet die GDA unterstützt von Sozialpartnern und Krankenkassen daran, für psychische Gefährdungen zu sensibilisieren und ein gesundes Arbeitsumfeld für die Beschäftigten zu schaffen. Auch in der kommenden GDAPeriode müssen diese Themen weiter auf der Tagesordnung bleiben. Denn inzwischen ist fast jede zweite Frühverrentung die Folge seelischer Leiden.

Die Bundesregierung hat sich deshalb vorgenommen, die psychische Gesundheit in der Arbeitswelt genauer unter die Lupe zu nehmen und eine aktuelle wissenschaftliche Grundlage für mögliche Handlungsfelder zu schaffen. Die damit beauftragte Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat im Mai ihren Abschlussbericht vorlegt, der wertvolle Ansatzpunkte zur Gestaltung einer gesundheitsgerechten Arbeitswelt bietet. Gemeinsam mit den Sozialpartnern werden wir die Ergebnisse auswerten und weitere Maßnahmen vorschlagen. Hier wünsche ich mir die tatkräftige Unterstützung aller GDA-Partner.

Mit dem Präventionsgesetz wurden insbesondere die Maßnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung für Prävention und Gesundheitsförderung erheblich ausgeweitet. Prävention dient den Menschen, ihre Gesundheit zu erhalten. Sie birgt aber zugleich auch ökonomisches Potenzial, das wir vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nutzen müssen, um in Zukunft genügend qualifizierte Fachkräfte in den Betrieben halten zu können. Auch das Bundesteilhabegesetz und das modernisierte Mutterschutzgesetz zahlen hier ein.

Gesundheitsschutz und Sicherheit haben aber auch international an Bedeutung gewonnen. In ärmeren Produktionsländern mangelt es oft schon an den grundlegendsten Vorkehrungen, um Unfälle am Arbeitsplatz zu vermeiden. Regierungen, Beschäftigte und Arbeitgeber sind häufig nicht genügend sensibilisiert für das Thema. Im April 2013 erreichte uns dann die Nachricht vom Einsturz des achtstöckigen Fabrikgebäudes Rana-Plaza-Textilfabrik in Bangladesch. Mehr als 1.130 Menschen starben, mindestens 1.800 wurden verletzt. Katastrophen wie diese waren Anlass für die Bundesregierung, auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter deutscher G7-Präsidentschaft 2015 einen Vision Zero Fonds einzurichten. Dieser soll die Zahl der arbeitsbedingten schweren Erkrankungen und Todesfälle in ärmeren Produktionsländern deutlich verringern – am besten auf Null. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und den Akteuren vor Ort werden daraus Projekte zur Verbesserung der Arbeitssicherheit in Produktionsländern gefördert.

Auch im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft hat Deutschland einen Schwerpunkt auf faire Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten gelegt. Bei den Beratungen der Arbeits- und Beschäftigungsministerinnen und -minister der G20-Staaten am 18. und 19. Mai dieses Jahres in Bad Neuenahr verständigten sich die G20 darüber, den Vision Zero Fonds zu unterstützen, der bereits in Äthiopien und Myanmar seine Arbeit begonnen hat.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nutzen Sie die Chance, sich zu informieren und Ihre Erfahrungen auszutauschen, und helfen Sie mit, neue Ansätze für eine gute und sichere Arbeitswelt von morgen zu entwickeln.

Andrea Nahles

A+A Logo

Kongress der A+A 2017

Wichtige Informationen rund um den A+A Kongress 2017 – Ihr aktuelles Update zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die gesamte Bandbreite aktueller Themen im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Ergonomie wird beim 35. Internationalen Kongress der A+A – Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – vom 17. bis 20. Oktober im Kongresszentrum Düsseldorf vorgestellt und diskutiert.
In 60 Veranstaltungsreihen des parallel zur internationalen Fachmesse der A+A stattfindenden Kongresses referieren 350 hochrangige Experten aus Politik, Forschung und Praxis des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Planen Sie jetzt Ihren Besuch! In der Kongressübersicht finden Sie die Veranstaltungen, die Sie interessieren. Sie können sich bereits die Tickets für Ihr persönliches Update sichern. Hier gibt es alle Informationen zum Datenschutz im Zusammenhang mit der Ticketbestellung, dem Kongress- und Messebesuch sowie in Verbindung mit Foto- und Filmaufnahmen, die während des A+A Kongresses 2017 gemacht werden.
In dieser Übersicht sind alle Veranstaltungen zeitlich sortiert. Hier gibt es einen Überblick über alle Arten von Veranstaltungen.

Im Online -Vorverkauf:

(Frühbucher) bis 30.09.2017
Dauerkarten à 295 €
(regulär) ab 1.10.2017
Dauerkarten à 320 €
Tageskarten à 155€

An den Tageskassen erhältlich:

(regulär) ab 1.10.2017
Dauerkarten à 320 €
Tageskarten à 155€
Halbtageskarten à 80 €
Dauerkarten Studierende à 50 €
Tageskarten Studierende à 30 €