A+A Kongress 2017-06-01T10:25:30+00:00

Der A+A Kongress

Die A+A ist die weltweit führende Messe mit Kongress für sicheres und gesundes Arbeiten, deren Anfänge bis in die 1950er Jahre reichen. Aus einem Kongress mit einer kleinen begleitenden Ausstellung hat sich die A+A zum Weltmarktplatz für Produkte und Dienstleistungen für den persönlichen Schutz, die betriebliche Sicherheit und die Gesundheit am Arbeitsplatz entwickelt.

Der A+A Kongress verbindet neueste Erkenntnisse aus der Forschung mit den Praxiserfahrungen der Akteure aus Betrieben und Verwaltungen und ist so eine regelmäßige Bestandsaufnahme der neuen und alten Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Der vergangene A+A Kongress zählte gut 5.000 Teilnehmer. Mehr als 400 hochrangige Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland haben ihre Arbeiten in rund 60 Veranstaltungsreihen vorgestellt.

Grußwort Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Arbeiten 4.0: Die Chancen nutzen,
die Risiken im Blick

Bereits heute führt die zunehmende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft zu tiefgreifenden Umbrüchen in der Arbeitswelt. Maschinen, Roboter und Prozesse werden zunehmend über das Internet gesteuert. Intelligente Sensoren, Datenbrillen und andere mobile Assistenzsysteme werden immer stärker in Produktion und Dienstleistungen, in der Logistik, im Handwerk wie auch in den Büros eingesetzt.

Diese Entwicklungen werden unter den Schlagworten „Industrie 4.0“ oder „Arbeit 4.0“ oft heftig und teilweise kontrovers diskutiert. Die einen versprechen sich neue Geschäftsmodelle und Märkte, neue Freiheiten, mehr Flexibilität und Chancen. Andere betonen die Gefahren der ständigen Verfügbarkeit, der räumlichen und zeitlichen Entgrenzung, der versteckten Rationalisierung durch Leichtbauroboter oder des Datenmissbrauchs.

Die Auswirkungen der neuen Technologien treffen zusammen mit der anderen großen aktuellen Herausforderung in der Arbeitswelt, dem demografischen Wandel und der zunehmenden Alterung der Erwerbsbevölkerung.

Mit dem Grünbuch „Arbeiten 4.0“ habe ich einen Diskussionsprozess zu den Fragen:
„Wie werden wir in Zukunft arbeiten – und wie wollen wir arbeiten?“ angestoßen. In einem Weißbuch sollen Ende 2016 die Ergebnisse vorgestellt werden. Schon jetzt ist klar, dass der Arbeitsschutz auch unter den Bedingungen der Arbeitswelt 4.0 eine große Rolle spielen wird.

Mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) haben wir einen verbindlichen Rahmen geschaffen, in dem in der laufenden Periode (2013 – 2018) drei Ziele verwirklicht werden sollen: Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, Verringerung von arbeitsbedingten Gefährdungen und Erkrankungen im Muskel Skelett-Bereich sowie Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung.

Das Präventionsgesetz legt die Grundlagen für eine verbindliche und zielorientierte Kooperation auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Mit diesem Gesetz ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung auf eine engere Verzahnung von betrieblicher Gesundheitsförderung, Teilhabe und betrieblichem Eingliederungsmanagement und Arbeitsschutz gemacht worden. Die Krankenkassen, aber auch Rentenversicherungsträger sollen an die betrieblichen Arbeitsschutzstrukturen anknüpfen, darüber hinaus aber auch neue aufbauen.

Neue Technologien und Arbeitsformen zu analysieren, zu verstehen und gestaltbar zu machen, ist die aktuelle Herausforderung für einen modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz. In engem Zusammenhang damit müssen vor allem psychische Belastungsfaktoren, wie Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsunterbrechungen und Multitasking, die in unserer Arbeitswelt eine immer größere Bedeutung gewinnen, in die Verfahrensweisen und Systeme des Arbeitsschutzes integriert werden.

Aber auch die „klassischen“ Belastungen sind keinesfalls auf dem Rückmarsch. Etwa jeder achte Erwerbstätige ist bei der Arbeit häufig Staub, Rauch, Gasen oder Dämpfen ausgesetzt. Und im Dienstleistungsbereich treffen wir eine vergleichsweise große Anzahl überwiegend stehender Tätigkeiten und eine häufig ungünstige Lage der Arbeitszeiten an. Physische und psychische Belastungen aus der Arbeitsumgebung, -organisation und -technik sind in der Regel gar nicht voneinander zu trennen.

In einer globalisierten Arbeitswelt tragen wir jedoch auch international Verantwortung für einen effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutz in der gesamten Lieferkette. Deswegen hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft im letzten Jahr die Initiative „Gute Arbeit weltweit“ gestartet. Ein zentrales Element dieser Initiative ist der Präventionsfonds „Vision Zero Fund“. Der Fonds soll in Produktionsländern gezielt Projekte zum Arbeitsschutz fördern, z. B. den Aufbau von Arbeitsinspektionen oder auch Unfallversicherungen. Unser Pilotland ist Myanmar. Der nächste Schritt ist, im Rahmen der G20 weitere Länder und Unternehmen als Unterstützer mit an Bord zu holen.

Eine ganzheitliche und auch um einen globalen Ansatz erweiterte Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes als Instrument zur Gestaltung des Wandels der Arbeit braucht fachlichen Austausch und Dialog.

Dafür bietet der alle zwei Jahre in Düsseldorf stattfindende A+A-Kongress einen idealen Rahmen als das große, national und international renommierte Forum für Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und Ergonomie. Er verbindet neueste Erkenntnisse der Forschung mit den Praxiserfahrungen von betrieblichen Akteuren, Sozialpartnern, Verbänden und Institutionen.

Im Namen der Veranstalter lade ich Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen, Ihr Wissen und Ihre Ideen in diese wichtige Veranstaltung einzubringen. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge für Kongressbeiträge zum A+A-Kongress 2017!

Andrea Nahles

A+A Logo

Das Kongressprogramm der A+A 2017

Der A+A Kongress 2017 – Ihr aktuelles Update zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die gesamte Bandbreite aktueller Themen im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Ergonomie wird beim 35. Internationalen Kongress der A+A – Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – vom 17. bis 20. Oktober im Kongresszentrum Düsseldorf vorgestellt und diskutiert.

In 60 Veranstaltungsreihen des parallel zur internationalen Fachmesse der A+A stattfindenden Kongresses referieren 350 hochrangige Experten aus Politik, Forschung und Praxis des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie befassen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, Reformvorhaben der nationalen und europäischen Politik, technischen und organisatorischen Innovationen sowie neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und finden Sie in der Kongressübersicht die Veranstaltungen, die Sie interessieren. Der Vorverkauf für Ihr persönliches Update hat begonnen. Planen Sie jetzt Ihren Besuch und sichern Sie sich frühzeitig Ihre Kongresskarten.

Hier finden Sie den Überblick über die Veranstaltungen zeitlich sortiert.

Überblick der Veranstaltung sortiert nach Art der Veranstaltung.