A+A Kongress 2018-11-07T17:52:34+00:00

Der Call for Papers für den A+A Kongress 2019 ist beendet. Die Basi freut sich sehr über das rege Interesse und bedankt sich herzlich für die vielen Vorschläge.
Autorinnen und Autoren werden bis spätestens bis 30. April 2019 über die Annahme/Ablehnung ihres Beitrages unterrichtet.
Im Dezember 2018 werden sämtliche Vorschläge in den Beratungskreisen diskutiert und bewertet. Dabei werden auch Vorschläge für die Federführung der einzelnen Veranstaltungen entwickelt und die Struktur des A+A-Kongressprogramms festgelegt.
Voraussichtlich im März 2019 wird eine erste Übersicht der geplanten Veranstaltungen veröffentlicht. Im Juli/August 2019 geht das komplette Kongressprogramm in Druck und wird online veröffentlicht.
Wenn Sie an aktuellen Informationen zum A+A Kongress 2019 interessiert sind, schreiben Sie bitte eine E-Mail an Kongress2019@basi.de.

Der A+A Kongress

Die A+A ist die weltweit führende Messe mit Kongress für sicheres und gesundes Arbeiten, deren Anfänge bis in die 1950er Jahre reichen. Aus einem Kongress mit einer kleinen begleitenden Ausstellung hat sich die A+A zum Weltmarktplatz für Produkte und Dienstleistungen für den persönlichen Schutz, die betriebliche Sicherheit und die Gesundheit am Arbeitsplatz entwickelt.

Der A+A Kongress verbindet neueste Erkenntnisse aus der Forschung mit den Praxiserfahrungen der Akteure aus Betrieben und Verwaltungen und ist so eine regelmäßige Bestandsaufnahme der neuen und alten Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Rund 5.000 Kongressbesucher strömten an den vier Veranstaltungstagen des A+A Kongresses 2017 in das CCD Congress Center Düsseldorf Süd. In den 60 Veranstaltungsreihen ging es u.a. um Produktionsarbeit am Standort Deutschland mit älter werdenden Belegschaften, um positive Aspekte der Digitalisierung und um psychische Belastungen mit Fokus auf kleine Unternehmen und deren Arbeitsbedingungen.

Weitere Infos hier in der Abschluss-Pressemeldung.

A+A Kongress 2019

Gute Arbeit – Den Wandel der Arbeitswelt gestalten

Grußwort des Bundesministers Hubertus Heil für den Call for Papers

Wir befinden uns mitten in einer technologischen Revolution: Durch die Digitalisierung verändern sich Produktionsbedingungen und Arbeitsabläufe in rasantem Tempo und stellen die Beschäftigten vor neue Anforderungen. Die gute Nachricht ist: Neue Formen der Arbeitsorganisation eröffnen Chancen für bessere, gesündere und weniger belastende Arbeit sowie für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Diese Chancen wollen wir im Sinne guter Arbeit nutzen.

Gleichzeitig müssen wir die Risiken, die die Digitalisierung birgt, im Blick haben. So darf die Flexibilisierung nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen. Ständige Verfügbarkeit und damit einhergehend eine starke Entgrenzung der Arbeit, aber auch neue Geschäftsmodelle, versteckte Rationalisierung oder die Gefahr des Datenmissbrauchs erfordern neue Schutzmechanismen in der Arbeitswelt.

Wir können den technischen Wandel nicht aufhalten, aber wir können Sicherheit im Wandel geben. Dazu sind Weiterbildung und Qualifikation der Schlüssel. Wir haben deshalb eine Qualifizierungsoffensive „Wissen und Sicherheit für den Wandel“ gestartet, die einen Impuls für die nationale Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung liefert. Wir werden die berufliche Qualifizierung von Beschäftigten stärken, indem allen Beschäftigten künftig der Zugang zu und die Förderung von Qualifizierung ermöglicht wird. Darüber hinaus werden wir flexible Arbeitsformen besser absichern und denjenigen, die sich weiterqualifizieren, mit einem besseren Schutz und mehr Möglichkeiten ausstatten. Mit all diesen Maßnahmen werden wir den Strukturwandel der Arbeit aktiv gestalten, die Chancen der neuen Zeit nutzen und gleichzeitig Schutz bieten für die Unsicherheiten, die der Wandel mit sich bringt.

Darüber hinaus ist mir wichtig, dass wir angesichts der neuen Herausforderun-gen nicht die „klassischen“ Belastungen vernachlässigen. So ist nach wie vor etwa jede/r achte Erwerbstätige bei der Arbeit häufig Staub, Rauch, Gasen oder Dämpfen ausgesetzt. Im Dienstleistungsbereich gibt es eine vergleichsweise große Anzahl überwiegend stehender Tätigkeiten und eine häufig ungünstige Lage der Arbeitszeiten. Häufig sind physische und psychische Belastungen aus der Arbeitsumgebung und -organisation gar nicht voneinander zu trennen.

Auch hinsichtlich dieser Risiken brauchen wir einen zeitgemäßen und effizienten Arbeitsschutz. Einen guten und bewährten Rahmen bietet die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie, die 2019 in eine neue Fünf-Jahres-Periode startet. Die Wirksamkeit dieser Arbeitsschutzstrategie kann im Zusammenwirken mit den anderen Präventionsträgern, der Krankenversicherung und der Rentenversicherung weiter gesteigert werden. So sieht es auch das Präventionsgesetz vor.

In einer globalisierten Welt müssen wir zudem über den eigenen Tellerrand blicken und auch international Verantwortung in Sachen Arbeitsschutz übernehmen. Deshalb führen wir die Initiative „Gute Arbeit weltweit“ fort und fördern gezielt Projekte zum Arbeitsschutz – zum Beispiel den Aufbau von Arbeitsinspektionen oder Unfallversicherungen. Nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch als Verbraucherinnen und Verbraucher geht uns der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der gesamten Lieferkette etwas an.

Klassische Belastungen nicht aus dem Blick zu verlieren und gleichzeitig neue Technologien und Arbeitsformen zu analysieren, zu verstehen und gestaltbar zu machen, das sind immense Herausforderungen für einen modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nur gemeinsam Antworten finden können.

Deshalb freue ich mich sehr, dass der A+A-Kongress alle zwei Jahre als das große, nationale und internationale Forum für Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und Ergonomie Gelegenheit bietet, miteinander zu diskutieren, wissenschaftliche Erkenntnisse auszutauschen und gute Beispiele aus der Praxis kennenzulernen.

Ich lade Sie herzlich ein, auch im Jahr 2019 nach Düsseldorf zu kommen und sich mit guten und kreativen Ideen und Konzepten einzubringen!