Gesundheit bei der Arbeit

Körperliche Gesundheit und Psyche sind – in der Arbeitswelt wie im Privaten – auf vielfältige Art und Weise miteinander verknüpft. Die Arbeitsbedingungen wirken sich in unterschiedlichem Maße auf die Gesundheit der Beschäftigten aus. Dabei spielen der Grad der Belastung sowie persönliche Faktoren eine wichtige Rolle. Sie entscheiden darüber, wie die Gesundheit positiv oder negativ beeinflusst wird.

Wie und mit welchen Präventionsmaßnahmen kann die Gesundheit bei der Arbeit erhalten und/oder verbessert werden? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

Themenstichworte in dieser Kategorie sind zum Beispiel:

Betriebliche Gesundheitsförderung ist inzwischen in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der Organisation von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie soll innerbetrieblich möglichst mit den übrigen gesundheitsbezogenen Diensten und Funktionsbereichen, insbesondere dem Arbeitsschutz und dem betrieblichen Eingliederungsmanagement, zu einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement verbunden werden.

Mit welchen Konzepten und Maßnahmen kann der digitale Wandel gesundheitsförderlich gestaltet werden? Hier sind auch besondere Konzepte für KMU gefragt!

Arbeitsplätze sollen möglichst ergonomisch gestaltet werden, das heißt: Die Arbeitsumgebung (Arbeitsplatz und –mittel) sollte an die Fähigkeiten und Eigenschaften des Menschen bei der Arbeit angepasst werden. Wie kann dies ergonomisch optimiert geschehen? Wie sieht Ergonomie im Office und Homeoffice aus?

Immer häufigere und schneller ablaufende Umstrukturierungen in den Unternehmen führen zu hohen Anforderungen an die Beschäftigten. Termin- und Leistungsdruck, emotionale Anforderungen aus der Tätigkeit oder Konflikte bei der Arbeit können die Gesundheit der Beschäftigten beeinträchtigen. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung hilft dabei, die organisatorischen Schwachstellen und Belastungsquellen im Unternehmen zu identifizieren und entsprechende Gestaltungsmaßnahmen abzuleiten.

Welche Erfahrungen und welche Hilfestellung gibt es dabei insbesondere für KMU?

Die Bedeutung arbeitsmedizinischer Kompetenz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer verstärkt sich seit Jahren und zeigt sich aktuell in der Corona-Krise deutlicher denn je. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte bringen sich aktiv in Krisenstäbe ein und können so den vielen Falschinformationen entgegentreten, die zurzeit verbreitet werden. Sie bringen sich bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen ein und berücksichtigen dabei auch besonders gefährdete Personengruppen.

Welche aktuellen Fragestellungen aus der Praxis und welche Erkenntnisse der Forschung sind über den engeren Kreis der medizinischen Fachleute hinaus wichtig? Welche Strategien gibt es, die arbeitsmedizinische Betreuung der Beschäftigten zukunftsfähig zu gestalten? Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Professionen kann es geben?

Im Mai 2020 hat der Bundestag Neuregelungen im Berufskrankheitenrecht beschlossen. Ein für die Beschäftigten wichtiger Punkt ist der Wegfall des Unterlassungszwanges bei neun der 80 in der Berufskrankheiten-Verordnung bezeichneten Berufskrankheiten. Die Neuregelungen umfassen auch die Erweiterung des Präventionsauftrages der Unfallversicherungsträger, die Verbesserung der Ermittlungen zu den Einwirkungen (z.B. Biostoffen, Gefahrstoffen, Strahlung) und die verstärkte Förderung von Forschung zu Berufskrankheiten. Die Neuregelungen sollen am 1. Januar 2021 in Kraft treten und 2026 evaluiert werden.

Was bedeuten die Neuregelungen für Versicherte, für die Prävention im Betrieb, u.a. für Arbeitsmediziner und Betriebsärzte sowie für die ermittelnden Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger sowie für die Gutachterinnen und Gutachter. Welche Änderungen ergeben sich für die Inhalte der Ermittlungen und Expositionsstellungnahmen? Welche Konzepte sollen im Rahmen der UV-Träger umgesetzt werden?