Neurodivergenz beschreibt die natürliche Vielfalt neurologischer Funktionsweisen – dazu zählen z.B. ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen oder Hochsensitivität. Allen drei Beispielen gemein sind Filterstörungen, die sich auf Aufmerksamkeit, Reizverarbeitung und soziale Interaktion auswirken – mit Folgen für das Arbeitsleben. Herkömmliche Arbeitsgestaltung ist auf diese Bedürfnisse nicht ausgerichtet, was Teilhabe und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
Gleichzeitig bringen neurodivergente Beschäftigte besondere Potenziale mit: stark ausgeprägtes vernetztes Denken, kreative Problemlösungen, hohe Detailgenauigkeit oder empathische Kommunikation. Wenn betriebliche Rahmenbedingungen angepasst werden, profitieren alle – durch mehr Gesundheit, Teilhabe und Innovationskraft.
Der Beitrag gibt einen fundierten Überblick über Prävalenz, Diagnostik, wirtschaftliche Potenziale und zentrale Herausforderungen. Im Fokus steht die betriebliche Praxis: Welche Stellschrauben braucht es bei Führung, Arbeitsplatzgestaltung, Teamprozessen oder Wiedereingliederung? Ziel ist es, Impulse für eine inklusive Arbeitswelt zu geben, die neurodivergente Stärken sichtbar macht und gezielt fördert.
14:00 Uhr
Stärken statt Störungen: Neurodivergenz als Ressource im Betrieb
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Autor:innen:
Prof. Dr. Dirk Windemuth | Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) | Germany
Saskia Rauh | Freiberuflerin | Germany
Neurodivergenz beschreibt die natürliche Vielfalt neurologischer Funktionsweisen – dazu zählen z.B. ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen oder Hochsensitivität. Allen drei Beispielen gemein sind Filterstörungen, die sich auf Aufmerksamkeit, Reizverarbeitung und soziale Interaktion auswirken – mit Folgen für das Arbeitsleben. Herkömmliche Arbeitsgestaltung ist auf diese Bedürfnisse nicht ausgerichtet, was Teilhabe und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
Gleichzeitig bringen neurodivergente Beschäftigte besondere Potenziale mit: stark ausgeprägtes vernetztes Denken, kreative Problemlösungen, hohe Detailgenauigkeit oder empathische Kommunikation. Wenn betriebliche Rahmenbedingungen angepasst werden, profitieren alle – durch mehr Gesundheit, Teilhabe und Innovationskraft.
Der Beitrag gibt einen fundierten Überblick über Prävalenz, Diagnostik, wirtschaftliche Potenziale und zentrale Herausforderungen. Im Fokus steht die betriebliche Praxis: Welche Stellschrauben braucht es bei Führung, Arbeitsplatzgestaltung, Teamprozessen oder Wiedereingliederung? Ziel ist es, Impulse für eine inklusive Arbeitswelt zu geben, die neurodivergente Stärken sichtbar macht und gezielt fördert.