Raum:
1. OG, Raum 8, CCD Süd / 1st Floor, Room 8, CCD So
Thema:
Veranstaltungen für spezielle Branchen, Verkehrssicherheit, Zielgruppen und/oder Netzwerke
Präsentationsart:
Vortragsveranstaltung
Dauer:
90 Minuten
„Forum Arbeitsschutzverwaltung (ASV)“ ist ein persönliches Treffen engagierter Angehöriger der ASV von Bund und Ländern, Forschungseinrichtungen und Unfallversicherungsträgern (UVT).
Einen grenzüberschreitenden Blick über den Tellerrand bietet ein Beitrag über ein Kommunikationsmodell, das für den Arbeitsschutz - und speziell für die Aufsicht - entwickelt wurde.
Die DGUV hat unter Beteiligung von ASV, BA und BDA einen Bericht zur Konzeption eines Betriebsstätten[BS]verzeichnisses entwickelt. Ziele sind die Schaffung eines einheitlichen BS-Identifikators, Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten und Herstellung eines Bezugs zwischen BS und Unternehmen. Mehrfacherfassungen werden verringert und Datenpflege vereinfacht.
Datengetriebene Präventionsarbeit nutzt digital erfasste Infos, um Betrieben mittels individueller Beratung zu besserem Arbeitsschutz zu verhelfen. Bei der Aufsicht durch UVT und ASV werden viele Daten erhoben. Das Potential von KI zur Mustererkennung entfaltet sich erst bei Nutzung zentraler Datenmengen mit Qualität. Welche Daten sind sinnvoll und geeignet, welche Daten können bereits wie geliefert werden?
Die BAuA-Arbeitszeit[AZ]befragung beobachtet Veränderungen in der Arbeitswelt, insbes. die AZrealitäten. 2023 wünschten sich mehr als die Hälfte kürzere Arbeitszeiten als sie tatsächlich leisten. Das unterstreicht die Bedeutung flexibler AZmodelle und einer transparenten AZerfassung. Auch sind gesundheitliche Aspekte bei Gesetzesänderungen zu beachten.
16:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
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Autor:in:
Dr. Bernhard Räbel | Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter (VDGAB) e.V. | Association of German Labour Inspectors (VDGAB) e.V. | Germany
„Forum Arbeitsschutzverwaltung (ASV)“ ist ein persönliches Treffen engagierter Angehöriger der ASV von Bund und Ländern, Forschungseinrichtungen und Unfallversicherungsträgern (UVT). Ein praxisnaher Blick über die Grenzen betrachtet das Kommunikationstraining für Schweizer Aufsichtspersonen (UVT und kantonal), um anspruchsvolle Gesprächssituationen zu meistern. Die DGUV hat unter Beteiligung von ASV, BA und BDA einen Bericht zur Konzeption eines Be-triebsstätten[BS]verzeichnisses entwickelt. Ziele sind die Schaffung eines einheitlichen BS-Identifikators, Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten und Herstellung eines Bezugs zwischen BS und Unternehmen. Mehrfacherfassungen werden verringert und Datenpflege vereinfacht. Datengetriebene Präventionsarbeit nutzt digital erfasste Infos, um Betrieben mittels individueller Beratung zu besserem Arbeitsschutz zu verhelfen. Bei der Aufsicht durch UVT und ASV werden viele Daten erhoben. Das Potential von KI zur Mustererkennung entfaltet sich erst bei Nutzung zentraler Datenmengen mit Qualität. Welche Daten sind sinnvoll und geeignet, welche Daten können bereits wie geliefert werden? Die BAuA-Arbeitszeit[AZ]befragung beobachtet Veränderungen in der Arbeitswelt, insbes. die AZrealitäten. 2023 wünschten sich mehr als die Hälfte kürzere Arbeitszeiten als sie tatsächlich leisten. Das unterstreicht die Bedeutung flexibler AZmodelle und einer transparenten AZerfassung. Auch sind gesundheitliche Aspekte bei Gesetzesänderungen zu beachten
16:35 Uhr
Die 7 Rollen: Ein Kommunikationsmodell für die Überwachung
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Autor:in:
Dr. Renate Mayer | ZEBRA-FACTOR Academy GmbH | Germany
Der Vortrag stellt ein Weiterbildungskonzept für Personen vor, die im Arbeitsschutz – speziell in der Überwachung – tätig sind. Neben klassischen Gesprächsführungstechniken enthält die Qualifizierung ein für diese Zielgruppe entwickeltes Modell eines inneren Teams aus sieben verschiedenen Rollen. Dieses Modell fördert gezielt die Selbstkompetenz der Aufsichtspersonen. Jede der sieben Rollen repräsentiert eine spezifische innere Haltung, die in unterschiedlichen Gesprächssituationen aktiviert werden kann. Dadurch kann die Gesprächsführung flexibel und lösungsorientiert gestaltet und gelenkt werden.
Die bewusste Reflexion und Aktivierung dieser Rollen ermöglicht es zudem, in der Kommunikation Klarheit und Empathie zu verbinden, was zu einer effektiveren Vermittlung von Maßnahmen beiträgt. Der Nutzen des Modells liegt in der Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz sowie in der gezielten Anwendung innerer Ressourcen, um anspruchsvolle Gesprächssituationen erfolgreich zu meistern. Seit 2019 wird diese Weiterbildung in der Schweiz und teilweise auch in Deutschland angeboten. Der Vortrag bietet einen praxisnahen Einblick in die Struktur des Modells und zeigt, wie gezielte Reflexion und Rollenklarheit die berufliche Wirksamkeit der in der Überwachung tätigen Personen steigern können.
16:55 Uhr
Das Betriebsstättenverzeichnis: Ein Schlüssel für Digitalisierung im Arbeitsschutz
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Autor:innen:
Daniel Rooney | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) | Germany
Dr. Stefan Gravemeyer | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) | Germany
Nils Wüstefeld | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) | Germany
Betriebsstätten sind die Orte, an denen Unternehmen ihre betrieblichen Tätigkeiten ausüben, wie Fabriken, Geschäfte oder Büros. Unfallversicherungsträger und Arbeitsschutzverwaltungen der Länder (ASV) benötigen präzise Informationen über Betriebsstätten, da die Arbeit der Präventions- und Aufsichtsdienste zu großen Teilen vor Ort stattfindet. Die Einführung eines bundeseinheitlichen Betriebsstättenverzeichnisses (BSV) bietet daher erhebliches Potenzial für Digitalisierung und Prozessoptimierung.
Die DGUV hat federführend und unter Beteiligung von ASV, Bundesagentur für Arbeit sowie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände einen Bericht zur Konzeption des BSV entwickelt. Darin wurden drei zentrale Ziele definiert: 1. Schaffung eines bundeseinheitlichen Betriebsstätten-Identifikators, 2. Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten zu Betriebsstätten und 3. Herstellung eines Bezugs zwischen Betriebsstätten und Unternehmen.
Der Aufbau der technischen Systeme für das BSV erfolgt bei der DGUV. Das Gesetzgebungsverfahren zur Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen befindet sich derzeit in Vorbereitung. Im Anschluss ist der Start des Pilotbetriebs vorgesehen und der Regelbetrieb des BSV ist für das Jahr 2030 geplant.
Das BSV ermöglicht zukünftig die Vernetzung von digitalen Produkten mit Bezug zu Betriebsstätten. Damit wird datengestütztes Arbeiten im Aufsichtshandeln gestärkt und ein Beitrag zur Registermodernisierung in Deutschland geleistet.
17:15 Uhr
Datengetriebene Prävention
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Autor:in:
Bernd Merz | Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) | Germany
Datengetriebene Präventionsarbeit nutzt digital erfasste Infos, um Betrieben mittels individueller Beratung zur besseren Arbeitsschutzperformance zu verhelfen. Präventionsmaßnahmen verändern Technik, Organisation und Arbeitsabläufe, aber auch Verhalten, Einstellungen. Die Hauptfunktionen der 50 Aufsichtsdienste (Länder, UVT) bestehen in der Durchsetzung der Regelwerke und der Beratung, wobei zwischen proaktivem und reaktivem Handeln zu unterscheiden ist. In beiden Fällen kommt es zu Besichtigungen, Beratungen und Dokumentenprüfungen, die letztendlich das Erheben sowie Bewerten von Daten zur Steuerung der Präventionsarbeit auslösen. Das viel diskutierte Potential durch Einsatz von KI zur Mustererkennung entfaltet sich jedoch nur bei Nutzung großer zentraler Datenmengen mit entsprechender Qualität. Voraussetzungen sind: Prozess zur Erstellung von Datenkatalogen, Verfahren & Tools zur Datenbereinigung, definierte Anwendungsfälle nebst Tools, sicherer & effektiver Zugang für berechtigte Nutzer, Cybersicherheit, Datenschutz sowie Data Governance. Die Statistiken der o.g. 50 Aufsichtsdienste weisen Diskrepanzen und Inkonsistenzen auf, so dass es zunächst der Klärung bedarf, welche Daten sinnvoll und geeignet sind und welche Daten bereits wie geliefert werden können. Erfolgsentscheidend ist auch die Schaffung einer offenen, standardisierten und sicheren Plattform, die es den Beteiligten ermöglicht, Daten effiziert und sicher miteinander auszutauschen. D
17:35 Uhr
Gesunde und attraktive Arbeitszeitmodelle: Ergebnisse aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023
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Autor:innen:
Dr. Nils Backhaus | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) | Germany
Ines Entgelmeier | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) | Germany
Julius Kötter | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) | Germany
Johanna Nold | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) | Germany
Die BAuA-Arbeitszeitbefragung wurde 2015 als Panelstudie ins Leben gerufen, um Veränderungen in der Arbeitswelt, insbesondere in Bezug auf die Arbeitszeitrealitäten in Deutschland, zu beobachten. Mittlerweile liegt die fünfte Erhebungswelle von 2023 vor. Hierfür wurde eine repräsentative Stichprobe von etwa 11.000 Erwerbstätigen befragt, darunter knapp 8.000 Teilnehmende, die bereits an früheren Befragungen teilgenommen hatten.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten in der Erwerbsbevölkerung zugenommen hat: 2023 wünschen sich mehr als die Hälfte kürzere Arbeitszeiten als sie tatsächlich leisten. Gleichzeitig haben die zeitlichen Handlungsspielräume der Beschäftigten zugenommen, was auch vorteilhaft für Arbeitgeber sein kann: Flexible Arbeitszeitmodelle, die den Beschäftigten Einfluss auf ihre Arbeitszeiten geben, sind beispielsweise mit einer geringeren Kündigungsabsicht verbunden.
Zudem wird deutlich, dass die Arbeitszeiterfassung in Deutschland mittlerweile weiter verbreitet ist als in den Erhebungen von 2019 und 2021. Beschäftigte, die ihre Arbeitszeiten erfassen, berichten von einer geringeren Entgrenzung zwischen Privatleben und Beruf und haben häufig mehr Einfluss auf ihre Arbeitszeit – insbesondere, wenn sie über ein Arbeitszeitkonto verfügen.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung flexibler Arbeitszeitmodelle und einer transparenten Arbeitszeiterfassung für eine gesunde und attraktive Gestaltung der Arbeitszeiten in der Praxis.
17:55 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung
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Autor:in:
Dr. Bernhard Räbel | Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter (VDGAB) e.V. | Germany
Zusammenfassung und Ausblick