Raum:
1. OG, Raum 15, Halle 1 / 1st Floor, Room 15, Hall
Thema:
Betriebliche, technische Sicherheit und Arbeitsstätten
Präsentationsart:
Vortragsveranstaltung
Dauer:
90 Minuten
Substitution, technische und organisatorische Schutzmaßnahmen stehen bei der Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten vor persönlichen Schutzausrüstungen (PSA). Dennoch gibt es zahlreiche Arbeitsplätze, an denen PSA unverzichtbar sind.
Die Vorträge rund um das Thema PSA greifen aktuelle Entwicklungen in der Technologie, aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel auf und zeigen beispielhaft Lösungen zu aktuellen Fragestellungen durch Festlegungen für die Konzeption und in der Benutzung von PSA.
Zielgruppen: Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieur/-meister/-techniker, Sicherheitsbeauftragter
Zur besseren Lesbarkeit wird im Text auf die gleichzeitige Nennung aller Geschlechter verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter gleichermaßen.
___________________________________________________________________________________
Substitution and protective measures (technical and organizational) take precedence over personal protective equipment (PPE) in the prevention of occupational accidents and diseases. PPE nevertheless remains indispensable at numerous workplaces.
The papers on the subject of PPE address current developments in the technology, and also topics such as sustainability and climate change, and provide examples of solutions to topical issues in the form of specifications for the design of PPE and for its use.
14:45 Uhr
Begrüßung und Einführung
14:50 Uhr
Kombination von PSA – Kombination von Baugruppen einer PSA (Interoperabilität – Intraoperabilität) am Beispiel Atemschutz
Details anzeigen
Autor:in:
Herbert Fischer | Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), Sachgebiet Atemschutz im Fachbereich Persönliche Schutzausrüstungen der DGUV e.V. | Germany
Atemschutzgeräte sind persönliche Schutzausrüstung (PSA), die die Benutzenden vor schweren gesundheitlichen Schäden oder Tod schützen sollen. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden gibt es zahlreiche Regelungen, die sich sowohl an die Herstellenden als auch die Nutzenden von PSA bzw. Atemschutzgeräten richten.
Kommen neben der Gefährdung, die ein Atemschutzgerät erforderlich macht, noch weitere Gefährdungen, wie z.B. Absturz oder Lärm dazu, ist die Auswahl der geeigneten Kombination entscheidend für den umfänglichen Schutz des Nutzenden. Aber nicht nur die Kombination verschiedener PSA gegen unterschiedliche Gefährdungen ist herausfordernd, auch bei der Zusammenstellung einer PSA aus verschiedenen Baugruppen wie z.B. Filtern, Masken, Schläuchen oder Druckluftflaschen gibt es einiges zu beachten. Denn nicht alles was vermeintlich passt, sollte zu einem Gerät zusammengestellt und den Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden.
____________________________________________________________________________________
Respiratory protective devices are items of personal protective equipment (PPE) intended to protect their wearers against serious or fatal harm to their health. To meet this high standard, numerous regulations apply to both manufacturers and users of PPE, in this case respiratory protective equipment.
Where the hazard necessitating the use of respiratory protective equipment is accompanied by other hazards, such as a risk of falling or exposure to noise, selection of the appropriate equipment combination is crucial for comprehensive protection of the wearer. However, the combination of different items of PPE against different hazards is not the only challenge presented. A number of aspects must also be considered when an item of PPE is formed by the combination of different components, such as filters, masks, hoses or compressed air cylinders, as not all items that appear to be compatible are intended for combination to form a single item of equipment and made available to workers in this form.
15:15 Uhr
Schutz der Knie bei Arbeiten in kniender Haltung – Weiterentwicklung der Knieschutznorm DIN EN 14404
Details anzeigen
Autor:innen:
Marc Schimweg | Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), Sachgebiet Fußschutz im Fachbereich Persönliche Schutzausrüstungen der DGUV e.V. | Germany
Andreas Vogt | Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) | Germany
Vorrangig soll Knieschutz Beschäftigte vor Gesundheitsschäden und Gefährdungen schützen. Er soll aber auch ergonomische Belange am Arbeitsplatz positiver gestalten.
Die DIN EN 14404 „Persönliche Schutzausrüstung - Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung“ wurde hierzu überarbeitet und ist im Jahr 2024 neu erschienen.
U.a. wird nun erstmalig auch die Eignung des Knieschutzes auf unebenen Bodenoberflächen überprüft.
Der Vortrag soll über die ersten Erfahrungen im Umgang mit der Normenreihe berichten.
Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Dauerbelastung und Nachhaltigkeit gegeben.
________________________________________________________________________________________
The primary purpose of knee protectors is to protect workers against health hazards and risks. However, they are also intended improve ergonomic conditions in the workplace.
EN 14404, Personal protective equipment – Knee protectors for work in the kneeling position, has been revised with consideration for this aspect and was reissued in 2024.
For the first time, the standard now also includes testing of the suitability of knee protectors on uneven ground surfaces.
The paper will report on initial experience gained with the series of standards.
An outlook will also be provided of the scope for further development with regard to long-term stress and sustainability.
15:40 Uhr
Lone Worker Protection
Details anzeigen
Autor:innen:
Tobias Welz | Uvex Arbeitsschutz GmbH | Germany
Marcel-Olivier von Beaulieu Marconnay | Uvex Arbeitsschutz GmbH | Germany
Der Schutz von Alleinarbeiter:innen rückt angesichts des technologischen und organisatorischen Wandels zunehmend in den Fokus menschengerechter Arbeitsgestaltung. Während in vielen Branchen durch Digitalisierung, flexible Arbeitszeiten und ortsunabhängiges Arbeiten neue Formen der Alleinarbeit entstehen, steht der Arbeitsschutz vor der Herausforderung, diese Bedingungen sicher und gesundheitsförderlich zu gestalten. Diese Keynote beleuchtet innovative Strategien und Technologien, die Unternehmen dabei unterstützen, Alleinarbeit menschengerecht zu gestalten und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Anhand praxisnaher Fallbeispiele und wissenschaftlicher Erkenntnisse werden aktuelle Ansätze zum Alleinarbeiterschutz vorgestellt und die Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten erörtert. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Bedeutung einer integrativen Sicherheitskultur zu schaffen und praxisorientierte Lösungen für den effektiven Schutz von Alleinarbeiter:innen zu präsentieren. Damit leistet die Keynote einen Beitrag zur menschengerechten und zukunftsfähigen Gestaltung von Arbeitsplätzen, die auch isolierte Tätigkeiten sicher und gesund ermöglichen.
__________________________________________________________________________________
Against the backdrop of technological and organizational change, the protection of persons working alone is increasingly becoming a focus of human-centric work design. While the digital transformation, flexible working hours and remote work are giving rise to new forms of lone working in many sectors, occupational safety and health is faced with the challenge of making these conditions safe and healthy. This keynote paper highlights innovative strategies and technologies that help companies make lone working human-centric and detect risks quickly.
With reference to realistic case studies and scientific findings, current approaches to lone worker protection are presented and the effects on the physical and mental health of the workers are discussed. The aim is to raise awareness for the importance of an inclusive safety culture and to present practicable solutions for the effective protection of lone workers. The keynote paper thus contributes to the human-centric and sustainable design of workplaces at which activities can also be carried out in isolation without presenting a threat to safety and health.
16:05 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung