Strategie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz 2009-2013
Die mit diesem Dokument vorgestellte Strategie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz 2009 - 2013 ersetzt das Turnusarbeitsprogramm 2005 - 2008.
Die Strategie basiert auf der Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012 sowie auf den Empfehlungen der zweiten externen Bewertung der Agentur. Damit verbunden ist die Perspektive der Agentur in Bilbao, zum europäischen Fachzenturm für Information zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu werden und die Präventionskultur in der europäischen Arbeitswelt zu fördern.
Die sechs strategischen Ziele dazu lauten:
- 'Sensibilisierung für Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und deren Prävention
- Ermittlung von guten praktischen Lösungen und die Förderung ihres Ausstausches in diesem Bereich
- Frühzeitiges Erkennen neuer und aufkommender Risiken, um Präventionsmaßnahmen zu erleichtern
- Förderung der Mitarbeit der Mitgliedsstaaten bei Informationsaustausch und Forschung
- Förderung der Vernetzung um den optimalen Einsatz der Ressourcen im diesem Bereich und darüber hinaus zu gewährleisten
- Entwicklung der Agentur zu einer führenden Organisation im Bereich soziale und ökologische Verantwortlichkeit
Die Aktivitäten zur Verwirklichung dieser Ziele sollen folgende Kriterien erfüllen:
- europaweit: Schaffung eines gemeinsamen Konzeptes für Sicherheit und Gesundheitschutz bei der Arbeit
- sachbezogen und bedarfsorientiert: Reaktion auf die Bedürfnisse der Nutzer
- verlässlich und transparent: Bereitstellung sachorientierter und unabhängiger Informationen
- dreigliedrig: Zusammenarbeit mit Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Regierungen
- partnerschaftlich und vernetzt
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Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat das zentrale Ziel, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen effizient und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz - ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung - zu erhalten, zu verbessern und zu fördern. Dafür soll insbesondere das Sicherheits- und Gesundheitsbewusstsein bei Arbeitgebern und Beschäftigten gestärkt werden
Der Bund, die Bundesländer und die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben auf der Grundlage internationaler und europäischer Vorgaben eine gemeinsame, bundesweit geltende Arbeitsschutzstrategie vereinbart.
Die GDA umfasst die Entwicklung gemeinsamer Arbeitsschutzziele, die Festlegung vorrangiger Handlungsfelder und von Eckpunkten für Arbeitsprogramme sowie deren Ausführung nach einheitlichen Grundsätzen. Alle Aktivitäten und Ergebnisse der GDA werden mittels geeigneter Kennziffern evaluiert. Gleichzeitig zielt die GDA auf die Festlegung eines abgestimmten Vorgehens der für den Arbeitsschutz zuständigen Landesbehörden und der Unfallversicherungsträger bei der Beratung und Überwachung der Betriebe sowie auf die Herstellung eines verständlichen, überschaubaren und abgestimmten Vorschriften und Regelwerks.
3. Arbeitsschutzforum zum Stand der GDA
Das dritte Arbeitsschutzforum informierte im Rahmen einer eintägigen Fachkonferenz am 16. Juli 2008 in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA) in Dortmund über den Stand der Arbeiten zur Operationalisierung der "Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie" -Ziele in den gemeinsamen Handlungsfeldern. Ziel der Veranstaltung war es, durch den Dialog mit den Arbeitsschutzexperten der Verbände, der Wissenschaft und der Fachöffentlichkeit sowie mit den Akteuren angrenzender Politikbereiche der programmatischen Ausgestaltung der GDA-Handlungsfelder eine breite und vielfältige Grundlage zu geben.
Zur Dokumentation des 3. Arbeitsschutzforums