10:30 Uhr - 12:00 Uhr
Eröffnung der A+A 2011
14:00 – 17:00 Uhr
"Risiko raus!" – Arbeit und Gesundheit im Betrieb und auf der Straße
Simultan Deutsch - Englisch
Zum Ende der Präventionskampagne "Risiko raus!" aller gewerblichen Berufgenossenschaften und Unfallkassen sollen erste Ergebnisse von Präventionsmaßnahmen in ihrer Umsetzbarkeit und ihrer Wirksamkeit beleuchtet werden. Dabei sollen insbesondere betriebliche Ansatzpunkte für eine verbesserte Verkehrs- bzw. auch Transportsicherheit herausgestellt werden, aber auch die Beteiligung spezifischer Zielgruppen an der Verkehrssicherheit berücksichtigt werden, wie z. B. Fahrer von Einsatzfahrzeugen.
Simultan Deutsch-Englisch
Federführung: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) / Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) der DGUV
Moderation: Jochen Lau, DVR / Dr. Jürgen Wiegand, IAG
14:00 - 17:00 Uhr
Innovative Persönliche Schutzausrüstungen
Simultan Deutsch - Englisch
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) ermöglichen an einer Vielzahl von gefährlichen Arbeitsplätzen, an denen kollektive Schutzmaßnahmen nicht möglich sind, sicheres Arbeiten. Neue Entwicklungen und Innovationen tragen dazu bei, dass für spezielle Einsatzsituationen und angepasst an den jeweiligen Benutzer die jeweils geeignete persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt werden kann. In dieser Vortragsreihe stehen Untersuchungen, Informationen und Hilfestellungen zur richtigen Auswahl, Bereitstellung und Benutzung von PSA und der richtige Umgang mit PSA in der betrieblichen Praxis im Vordergrund. Hersteller von PSA, Gesundheitsschutzexperten sowie Experten aus der Arbeitsschutzverwaltung und aus dem berufsgenossenschaftlichen Bereich berichten über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Gehörschutz, Atemschutz, Fußschutz und Hautschutz.
Federführung: Fachausschuss Persönliche Schutzsausrüstungen der DGUV / Interessenverband Persönliche Schutzausrüstung e.V. (IVPS)
Moderation: Karl-Heinz Noetel, BG BAU / Dr. Peter Bohn, IVPS
Die Veranstaltung wird am Mittwoch, 19. Oktober vormittags fortgesetzt.
14:00 – 17:00 Uhr
Anwendung der DGUV Vorschrift 2 – Erste Erkenntnisse
Am 1. Januar 2011 haben sich die Vorgaben zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung in den Betrieben geändert. Die Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2) ist bei allen Berufsgenossenschaften und bei dem überwiegenden Teil der Unfallkassen in Kraft getreten und hat die BGV A2/GUV-V A2 und die GUV-V A 6/7 abgelöst. Damit gibt es erstmals für Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand eine einheitliche und gleich lautende Vorgabe zur Konkretisierung des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG). Die Aufsichtsdienste der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen im Jahr 2011 die praxisgerechte Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 in den Betrieben, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen nachhaltig. Hierzu legen sie im Jahr 2011 einen Schwerpunkt auf die Beratung und Unterstützung beim Übergang zu den Neuregelungen. Dieses Vorgehen hat auch die Nationale Arbeitsschutzkonferenz (NAK) einstimmig befürwortet. Ergänzend haben die Unfallversicherungsträger zahlreiche Handlungshilfen entwickelt. Die vorliegenden Rückmeldungen bringen zum Ausdruck, dass sich Betriebe, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen intensiv mit der Anwendung der reformierten Vorschrift befassen. Bei betrieblich angestellten und überbetrieblich tätigen Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit liegen erste Erfahrungen mit der Anwendung der Vorschrift vor. Auch Betriebs- und Personalräte stehen vor neuen Herausforderungen hinsichtlich ihrer Mitwirkung und Mitbestimmung bei der Konkretisierung der Ausgestaltungsspielräume der DGUV Vorschrift 2. Schließlich haben die Aufsichtsdienste der Unfallversicherungsträger und der Länder ebenfalls erste Eindrücke hinsichtlich der Umsetzung der Vorschrift gewonnen. Erste Erfahrungen zur Anwendung der DGUV Vorschrift 2 werden in der Veranstaltung vermittelt.
Federführung: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Moderation: Manfred Rentrop, DGUV
14:00 – 17:00 Uhr
Physische Belastungen in der Arbeitswelt, Prävention arbeitsbezogener Muskel-Skeletterkrankungen (MSE)
Arbeitsbezogene Muskel-Skeletterkrankungen (MSE) verursachen die höchsten direkten (Kosten der Krankheitsbehandlung) und indirekten Kosten (Produktivitätsausfall durch Arbeitsunfähigkeit) und sie führen seit Jahren die Statistiken der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) nach Diagnosegruppen an. Eines der drei Hauptziele der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist die Verringerung von Häufigkeit und Schwere von MSE. Ferner war die Verringerung von Muskel-Skelettbelastungen unter dem Motto "Packs leichter an!" vor einigen Jahren das zentrale Kampagnenthema der Europäischen Arbeitsschutzagentur. In 2013 wird die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Präventionskampagne mit dem Ziel der Reduktion arbeitsbezogener Rückenbelastungen (inklusive Unterforderungen) starten. Die Evidenz für einen Zusammenhang zwischen physischen Arbeitsbelastungen und der Entstehung verschiedener MSE ist in epidemiologischen und biomechanischen Studien als hinreichend wahrscheinlich belegt. Die Vortragsveranstaltung gibt im ersten Teil einen Überblick zu physischen Belastungen und arbeitsbezogenen Muskel-Skeletterkrankungen in Deutschland. Hierzu gehören auch die Systematik der Gefährdungsbeurteilungen und deren Verfahren auf allen Ebenen (Grobscreening, Screening, Expertenscreening, Betriebs- und Labormessungen). Es werden Strategien zur Weiterentwicklung bestehender Verfahren und besseren Vernetzung der Verfahren untereinander präsentiert. Der zweite Teil der Veranstaltung fokussiert auf der Bedeutung des Rückenschmerzes in der Arbeitswelt und gibt einen allgemeinen Überblick zu Präventionsansätzen bei arbeitsbezogenen physischen Belastungen. Ziel sollte es hier sein, ergonomische Grundsätze zur Prävention physischer Belastungen (Über- und Unterforderung) bereits im Planungsstadium von Arbeitsprozessen zu berücksichtigen. Die Veranstaltung richtet sich an Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmediziner, Mitarbeiter der Unfallversicherungsträger und Arbeitswissenschaftler.
Federführung: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Moderation: Dr. Rolf Ellegast, IFA / Ulf Steinberg (BAuA)
14:00 – 17:00 Uhr
Lärmschutz in der Praxis – Neue Technische Regel und mehr
Zum 9.3.2007 ist die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung – LärmVibrationsArbSchV) in Kraft treten. Inzwischen hat der Ausschuss für Betriebssicherheit ABS die Erarbeitung Technischer Regeln für Lärm und Vibration (TRLV) abgeschlossen. Die TRLV Lärm wurde am 23.3.2010 im Gemeinsamen Ministerialblatt und im Anschluss unter www.baua.de/trlv zur Verfügung gestellt. Damit steht dem Arbeitgeber nun auch in Form einer Technischen Regel eine Basis zur Umsetzung der LärmVibrationsArbSchV zur Verfügung. Die Adressaten nehmen diese knappe Darstellung der vom Arbeitgeber geforderten Maßnahmen dankbar auf. In der Praxis werden die betrieblichen Akteure aber immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen Spezialwissen gefordert ist. Ein Beispiel: "Wie nutze ich eine Angabe zur Schallemission?" Spezielles Lärmschutzwissen, Spezial- und Branchenlösungen sind aber in knappen Abhandlungen nicht unterzubringen und werden daher in weiteren Praxishilfen z.B. von den Unfallversicherungsträgern und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin angeboten. Zielgruppe: Alle Unternehmen mit Lärmarbeitsplätzen beziehungsweise Arbeitsplätzen, an denen Lärm stören, belästigen oder die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann (z.B. Büroarbeitsplätze), SiFas, alle im Bereich Lärmprävention Interessierte (Arbeitsmediziner, Experten der UV-Träger,
Federführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
Moderation: Dr. Martin Liedtke (IFA) und Dr.-Ing. Patrick Kurtz (BAuA)
14:00 – 17:00 Uhr
Gewalt-ige-Wirkung! Perspektiven und Präventionsansätze
Gewalt am Arbeitsplatz rückt seit einigen Jahren verstärkt in den Aufmerksamkeitsfokus, nicht zuletzt deshalb, weil die Zahl der Betroffenen stetig steigt. Dabei wird in der Diskussion sehr oft auf die Gewaltdefinition der ILO zurückgegriffen, die Gewalt als „jede Handlung, Begebenheit oder von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird“ definiert. Diese Definition gibt damit einen groben Rahmen zur Einordnung von Verhaltensweisen vor, der jedoch nach der Klassifizierung, also bei der Fallbetrachtung selbst, wenig hilfreich ist. Die Veranstaltung stellt deshalb die Vielschichtigkeit des Themas Gewalt in den Mittelpunkt. Dabei geht es einerseits um verschiedene Varianten von Gewalt, mit denen man sich konfrontiert sehen kann. Auf der anderen Seite werden zahlreiche Möglichkeiten von zu ergreifenden Präventionsmaßnahmen vorgestellt. Ein Kernelement der Veranstaltung soll das Aufzeigen von Verknüpfungen sowohl der Gewaltformen, im Sinne von möglichen Verlaufsmustern, als auch der Präventionsansätze sein, wobei gerade bei Letzterem die Frage der Angemessenheit diskutiert werden soll. Diesem Aspekt kommt insbesondere vor dem Hintergrund immer wieder angeführter Hinderungsgründe (Aufwand, Kosten, etc.) zur aktiven Bewältigung einer vorhandenen Gewaltproblematik eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung zu. Die Veranstaltung richtet sich damit sowohl an Entscheidungsträger aller Organisationen als auch die Umsetzungsverantwortlichen. Beiden werden in der Veranstaltung sowohl die Handlungsfelder als auch die möglichen Handlungsansätze vorgestellt
Federführung: Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) / Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Moderation: Dr. Helmut Nold, BG RCI/BDP / Christian Pangert, DGUV
14:00 – 17:00 Uhr
Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Zeitarbeit – Erfahrungen, Empfehlungen, Einschätzungen
Der Fokus liegt auf der Frage, wie der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Zeitarbeit weiter verbessert werden kann. Der dreistündige Workshop gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil berichten ReferentInnen von betrieblichen Erfahrungen aus den Projekten GEZA und GRAzil. Es werden Empfehlungen vorgestellt und anschließend förderliche und hemmende Faktoren in der Umsetzung erläutert. Die Einführungen im ersten Teil sind folgendermaßen gegliedert: Erfahrungen: Nach einer Begrüßung und Einführung durch Herrn Horst, BMAS, schildert die VBG den aktuellen Stand zum Thema und gibt einen Ausblick auf Entwicklungen in der näheren Zukunft. Anschließend stellen die Projekte GEZA und GRAziL Instrumente vor, die für den betrieblichen Einsatz entwickelt und erprobt wurden. Die Projekte wurden 2008-2011 im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen vom BMAS gefördert und von der BAuA fachlich begleitet. Empfehlungen: Aus den Projekten GEZA und GRAziL sind Empfehlungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz entstanden, die auch im beteiligten Beirat diskutiert wurden. Herr Horst vom BMAS berichtet über den aktuellen Stand hierzu. Einschätzungen: Mitglieder des Beirates schildern ihre Sicht auf die Projektergebnisse und zeigen Chancen und Risiken aus ihrer jeweiligen Perspektive auf. Im zweiten Teil sind parallele Kleingruppendiskussionen zu einzelnen Aspekten geplant. Die ReferentInnen stehen für weiterführende Fragen zur Verfügung und bieten die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Abschließend fassen die ModeratorInnen der Kleingruppen die Gesprächsinhalte zusammen und ziehen ein Fazit zum jeweiligen Thema. Zielgruppe: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, BetriebsärztInnen, Unternehmer, Führungskräfte, Einkaufs-/Personalabteilung, Interessenvertretung. Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzbetriebe (Entleiher) werden gleichermaßen angesprochen. Federführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
14:00 – 17:00 Uhr
Arbeitsassistenzsysteme und Adaptive Arbeitsumgebungen
Adaptive Arbeitsumgebungen und Ambient Intelligence (AmI) haben sich in den letzten Jahren zu Themenfeldern mit hoher Zukunftsbedeutung für die angewandte Forschung entwickelt. Dabei beschreibt AmI diejenigen Technologien, die die Lebens- und Arbeitsumgebungen um „intelligente“ Funktionen erweitern: Telemetrische Vernetzungen von Sensoren, Aktoren und Computerprozessoren sollen Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Arbeits- und Privatleben unterstützen und fördern. Begründet durch die Fortschritte in den technologischen Grundlagen ist der Einsatz dieser adaptiven Assistenzsysteme in der betrieblichen Praxis deutlich realistischer als noch vor Jahren. Entsprechend sind die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von AmI-Technologien und die Aufmerksamkeit der Politik diesem Thema gegenüber stark gestiegen. Insbesondere hinsichtlich arbeitswissenschaftlicher und arbeitsmedizinischer Fragestellungen steckt die Technologiefolgenabschätzung noch in den Anfängen. Für die Akteure des Arbeitsschutzes besteht das Ziel darin, noch vor dem flächendeckenden Einsatz der neuen Technologien die relevanten Forschungsfragen durch eine strategische Bearbeitung des Themenfelds aufzubereiten. In ihrem Forschungs- und Entwicklungsprogramm hat beispielsweise die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin das Thema AmI als eines von sechs Forschungsgebieten priorisiert. Aus dem weiten Spektrum der unter diesen Begrifflichkeiten summierten Teilaspekte besteht das besondere Interesse darin, eine Technologiefolgenabschätzung neuer Arbeitsassistenzsysteme aus der Perspektive der Arbeitswissenschaft vorzunehmen. Hierbei geht es insbesondere um Wirkungs- und Gestaltungsfragen innovativer Produkte mit Informations- und Kommunikationstechnologien (Smart Products; wie z.B. Datenbrillen oder intelligente Schutzausrüstungen) und die Chancen und Risiken, die der Einsatz dieser Produkte in Arbeitssystemen bietet. Daneben werden noch nicht beantwortete Detailfragen zu den Auswirkungen von AmI-Grundlagen (z.B. zur Veränderung der Farbtemperatur) und zu ethisch-sozialen Grundlagen („Mensch als Roboter?“) bearbeitet. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Forschungsprojekte und zeigt die Relevanz der neuen Technologien für den Arbeitsschutz auf.
Federführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Institut für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV
Moderation: Dr. Armin Windel (BAuA), Dr. Peter Nickel (IFA)



