Neue Konzepte zur Arbeitszeit und Arbeitsorganisation
Bedingt durch die veränderten Anforderungen an die Flexibilität und Mobilität der Beschäftigten ist die zeitliche Lage und Verteilung von Tätigkeiten von hoher arbeitswissenschaftlicher Relevanz. Dies gilt für arbeitsorganisatorische Fragen während eines Arbeitstages, aber auch für die zeitliche Folge mehrerer Arbeitstage, die Betrachtung über Jahre oder gar über ganze Phasen des Erwerbslebens. Von Bedeutung für die Arbeitsorganisation ist hier zum Beispiel die Frage, ob und wie zwischen einzelnen Tätigkeiten im Sinne einer Job-Rotation gewechselt werden sollte, oder wann ggf. zusätzliche Erholungsabschnitte eingeplant werden müssen. Wie die zeitliche Aufeinanderfolge von Arbeitstagen gestaltet werden sollte, ist nicht zuletzt durch das Tätigsein in globalen Netzwerken bedeutsam. Die Betrachtung von unterschiedlichen Arbeitsinhalten über Jahre hinweg ist für die Karriereplanung, aber auch für die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig. Schließlich ist die Planung von unterschiedlichen Phasen des Erwerbslebens mit sogenannten unterschiedlichen Modellen der Lebensarbeitszeit ein aktuell diskutiertes Thema. Die aktuellen Diskussionen sind sicherlich durch den demografische Wandel mit ausgelöst. Dies bezieht sich auf die Frage der Verteilung von Zeit für die Arbeit und Zeit für die Familie bei jüngeren Menschen, aber auch die Frage der Verteilung von Arbeitszeit und Zeit für Erholung bei älteren Menschen. Im Rahmen der Herbstkonferenz 2011 der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft werden Expertinnen und Experten zu Fragen der Arbeitszeit und Arbeitsorganisation aus unterschiedlichen Fachdisziplinen wie der Arbeitswissenschaft, der Arbeitsmedizin, der Arbeitspsychologie oder der Sozialwissenschaft zu Wort kommen. Aus der betrieblichen Praxis werden neue Ansätze zur Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsorganisation vorgestellt.
Die Einbindung der GfA Herbstkonferenz in die A+A 2011 bietet eine hervorragende Möglichkeit, mit Anwendern und Nutzern arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse in einen engen Austausch zu kommen.




